Typo3 NEOS ist da!

Am 10. Dezember wurde Typo3 Neos veröffentlicht – ein neues Content Management System aus der Typo3 Familie. Damit finden gut 6 Jahre Entwicklungsarbeit ihren vorläufigen Höhepunkt. Hier ist die Website: neos.typo3.org.

Eigentlich war es das Ziel, das bestehende und mittlerweile recht betagte Typo3 System durch eine Neuentwicklung abzulösen. Daraus wurde aber nichts. Um die mehr als 500.000 weltweit existierenden Typo3-Installationen zukunftsfähig zu halten, wären zu starke Kompromisse bei der Neuentwicklung erforderlich gewesen, wichtige Innovationen wären ausgebremst worden.

Typo3 Neos ist also nicht Nachfolger, sondern Alternative zum bekannten Typo3. Typo3 heißen also beide, das altbekannte und in Deutschland marktführende Open Source Content Management System trägt nun immer den Anhang „CMS“ um es vom neuen Typo3 Neos unterscheiden zu können.

Und mehr als den Familiennamen haben beide Systeme auch kaum gemeinsam. Die technische Basis und die Art, die Inhalte zu verwalten unterscheiden sich grundlegend. Dennoch profitiert Typo3 CMS auch vom neuen System. Viele Ideen, die zuerst in Neos erprobt wurden, halten im Nachhinein auch Einzug in Typo3 CMS.

Für Redakteure ist vor allem die intuitive Benutzerführung interessant: Inhalte werden einfach in der Seitenansicht bearbeitet – Klick in einen Inhaltsbereich, schreiben, fertig.

Aber auch die Entwicklung leistungsfähiger und interaktiver Websites wird mit Typo3 Neos in vielerlei Hinsicht verbessert und erleichtert.

Muss man in Typo3 CMS noch für viele Kundenanforderungen Erweiterungen (Exptensions / Plugins) entwickeln, setzt Typo3 Neos auf so genannten „Nodetypes“. Inhaltseelemente, wie z. B. eine Adresse kann man einfach in ihrer Struktur beschreiben und sie so dem System bekannt machen. Das spart Kosten, man gelangt schneller zum Ziel und Änderungen und Erweiterungen sind flexibler umsetzbar.

Erst wenn wirklich spezielle, zum Beispiel datenbankgestütze Funktionen erforderlich sind, muss die Webagentur richtige Extensions programmieren.  Und auch dabei wird viel Wert auf Qualität, Wartbarkeit und Erweiterbarkeit gelegt. Die „Technologielatte“ liegt ziemlich hoch. Nicht jeder, der sich ein paar Grundkenntnisse der zugrunde liegenden Programmiersprache PHP  gerade mal selbst beigebracht hat, wird in der Lage sein, solche Extensions umzusetzen. Dieses höhere Niveau wird zweifelsohne auch für eine höhere Qualität der entwickelten Erweiterungen sorgen.

Wir freuen uns auf das neue System und sind schon fleißig dabei, seine Möglichkeiten zu erkunden.

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